(Von links) Bgm. Andreas Eckl mit Helmut Muhr. (©FREIE WÄHLER Straubing-Bogen)

05.01.2025
Standortgespräch in Prackenbach

Für den Kandidaten der Freien Wähler ist es in der Bundespolitik von entscheidender Bedeutung, die Themen vor Ort an der Basis zu sammeln, zu verstehen und mit der nötigen Schnittmenge zu bewerten und einzubringen. Deshalb ist Muhr aktuell auf Reisen durch den Wahlkreis und besucht unter anderem Bürgermeister und Kommunen aus unterschiedlichen Regionen der Landkreise, um aktuelle Themen aufzugreifen.

Beim Besuch in der Bayerwaldgemeinde bat Muhr Bürgermeister Andreas Eckl zum Standortgespräch. Hierbei tauschten sich Eckl und Muhr über kommunale Tätigkeiten und Herausforderungen aus. Eckl berichtete Muhr über das umfangreiche Projekt der Dorferneuerung, bei dem das Dorfzentrum 2022 feierlich eingeweiht wurde. Dieses stellt eine Aufwertung der gesamten Gemeinde dar und wird regelmäßig von örtlichen Vereinen wie der Landjugend oder dem Kirchenchor genutzt. Besonders stolz ist Eckl auf das Dorfgemeinschaftshaus im Ortsteil Viechtafell, dessen Realisierung durch außergewöhnliches bürgerschaftliches Engagement ermöglicht wurde. Muhr zeigte sich beeindruckt von diesem starken Zusammenhalt und dem Einsatz der Dorfgemeinschaft, die fehlende öffentliche Mittel durch Eigeninitiative kompensierte, um wertvolle Projekte zur Stärkung des ländlichen Raums zu realisieren. Lobenswert sei die bedürfnisgerechte Umsetzung der Dorferneuerung, die für viele Vereine und Bürger einen deutlichen Mehrwert darstelle.

Mit Blick auf die Bundespolitik machte Eckl deutlich, dass sie ihn sowie alle Kommunen vor große Herausforderungen stellt: „Der Bund trifft Entscheidungen und gibt Vorgaben, aber die Kommunen sind mit der Umsetzung konfrontiert – oft ohne ausreichende Unterstützung und klare Rahmenbedingungen.“ Muhr stimmte Eckl in dieser Kritik zu und unterstrich: „Die Bundespolitik muss wieder näher an die Basis rücken. Es darf nicht sein, dass zwei Gesetze abgeschafft und dafür vier neue ohne klare Ausführungsbestimmungen beschlossen werden.“

Ein weiteres wichtiges Thema war der Breitbandausbau. Muhr betonte, dass das Verfahren deutlich vereinfacht werden müsse – eine Ansicht, die Eckl aus eigener Erfahrung bestätigte. Laut Eckl seien die Programme gut und die Förderkulisse angemessen, jedoch stehe der hohe bürokratische Aufwand in keinem Verhältnis. Die Umsetzung dauere dadurch viel zu lange.

Muhr verdeutlichte, dass Gesetze und Vorgaben des Bundes praxistauglich sein müssen: „Sie sollten rückwärtsgedacht werden – von der Umsetzung her – und dann mit den notwendigen Ausführungsbestimmungen auf den Weg gebracht werden.“ Eckl betonte abschließend, dass es in Berlin wieder mehr Praktiker brauche, die von der Basis kommen – wie Muhr – und die Themen aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten und in die politische Arbeit einbringen.