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Beim Besuch bat Muhr Bürgermeister Ludwig Ettl und die dritte Bürgermeisterin Michaela Schub-Höglmeier zum Standortgespräch. Dabei tauschten sie sich über kommunale Aufgaben und Projekte aus. Besonderes Augenmerk lag unter anderem auf den Schwerpunkten Mobilfunk- und Breitbandausbau, der Innerortsentwicklung sowie der zentralörtlichen Nahversorgung.
In den letzten Jahren hat sich in Falkenfels viel bewegt. Ein Gemeinschaftshaus wurde geschaffen, das Mobilfunknetz gesichert und die Kläranlage modernisiert. Besonders stolz ist Ettl auf den Bau des neuen Sportheims, da der Einsatz des Vereins und der Bürger seinesgleichen sucht. Muhr zeigte sich beeindruckt vom Zusammenhalt und Engagement der Dorfgemeinschaft, mit dem wertvolle Projekte umgesetzt wurden, die die Attraktivität des ländlichen Raums stärken. Hervorzuheben ist die bedürfnisgerechte Gestaltung des Sportheims mit Gymnastik- und Saniträumen, das sowohl Vereinen als auch Bürgern einen deutlichen Mehrwert bietet und vielfach genutzt wird.
Derzeit wird der Breitbandausbau forciert, wodurch rund 300 Haushalte mit Glasfaser bis ins Haus versorgt werden. In Muhrs Augen muss der Breitbandausbau deutlich effizienter gestaltet werden. Ettl bestätigte dies anhand seiner eigenen Erfahrungen bei der Umsetzung. Seiner Einschätzung nach sind die bestehenden Programme gut und die Förderkulisse angemessen, jedoch steht der damit verbundene Bürokratismus in keinem Verhältnis. Die Kluft zwischen Gesetzgebung und Umsetzung sei zu groß. Hinsichtlich der Förderprogramme fanden Ettl und Muhr eine gemeinsame Position: "Späte oder verspätete Auszahlungen von Fördermitteln führen zu Investitionsstaus, Leerlauf und Stagnation."
Ettl bezeichnet den Erhalt des Dorfladens als eine Herzensangelegenheit, und Schub-Höglmeier sieht ihn als "Bereicherung für die Gemeinschaft, die von den Menschen geschätzt und gut angenommen wird."
Muhr sieht hier auch einen entscheidenden Ansatzpunkt für die Bundespolitik: "Der Bund muss klare und verlässliche Rahmenbedingungen schaffen, um die infrastrukturelle Entwicklung des ländlichen Raums zu beschleunigen, die Attraktivität zu steigern und Traditionen sowie Brauchtum zu schützen." Seiner Ansicht nach liegt ein Schlüssel zur Verbesserung in der Stärkung der zentralörtlichen Nahversorgung, der Sicherstellung der Krankenhaus- und Hausarztversorgung sowie der Bereitstellung passender Förderprogramme.