Gruppenfoto: Von links nach rechts: Gietl, Karolin Aigner (Kreisbäuerin DGF), Bernhard Krempl (Stellvertretender Landrat), Helmut Muhr, Tobias Beck (MdL), Christine Singer, Ludwig Waas (Bezirksrat), Brigitte Landstorfer (Stellvertretende Kreisbäuerin SR-BOG), Gerhard Stadler (Kreisrat, ehemaliger Bezirkspräsident BBV), Heinrich Schmidt (Präsident Naturparkverband Bayern), Claudia Erndl (Bezirksbäuerin). ©FREIE WÄHLER Straubing-Bogen

30.01.2025
Erfolgreicher „Runder Tisch“ – Politik im Dialog mit der Landwirtschaft!

Auf Initiative des Bundestagskandidaten Helmut Muhr fand ein Austausch zur Landwirtschaft mit der Landesbäuerin und MdEP Christine Singer im Landgasthof Wurm in Bärndorf statt. Nach der Begrüßung zahlreicher Ehrengäste eröffnete Helmut Muhr die Veranstaltung mit seiner Vorstellung und skizzierte dabei die derzeitige kritische Lage in Deutschland.

Muhr betonte, dass es in der Wirtschaft mehr Anreize für Arbeitnehmer und Arbeitgeber geben müsse. Zudem forderte er steuerliche Entlastungen, darunter einen steuerfreien Grundbetrag von 2.000 Euro pro Monat sowie eine bessere Hinzuverdienstmöglichkeit für Rentner. Eine dringend notwendige Rentenreform sei erforderlich, um Altersarmut zu verhindern. Er argumentierte, dass eine gesteigerte Konsum- und Wirtschaftsleistung durch gezielte Fördermaßnahmen das dringend benötigte Wirtschaftswachstum ankurbeln könne.

Ein weiteres Anliegen war die Senkung der Sozialkosten sowie eine einheitliche Asylpolitik auf EU-Ebene, da die Steuerung der Asylströme eine gemeinsame europäische Verantwortung sei. Muhr sprach sich zudem für eine Erhöhung der Steuereinnahmen aus und forderte nach dem Mautdebakel die pragmatische Einführung einer Vignette, um internationale Autofahrer an den Kosten der Infrastruktur zu beteiligen. „Die Probleme und Ängste der Bürger müssen endlich ernst genommen werden“, unterstrich Muhr.

Im Hinblick auf die Landwirtschaft stellte er klar: „Unsere Landwirte sind nicht nur für die Nahrungsmittelproduktion von entscheidender Bedeutung, sondern auch für den Erhalt unserer Kulturlandschaft. Sie brauchen Planungssicherheit und ein sicheres Einkommen, von dem ihre Familien leben können.“

Bezirksrat Ludwig Waas ging anschließend auf die Herausforderungen der Landkreis- und Bezirkspolitik ein. Er machte deutlich, dass auf Landkreise und Kommunen finanziell schwierige Zeiten zukommen.

MdEP Christine Singer berichtete über ihren Einstieg in das EU-Parlament im vergangenen Jahr und die bisher behandelten Themen. Sie kritisierte die zunehmende Bürokratie und betonte, dass die Freien Wähler als kommunal verwurzelte Partei besonders die Anliegen der ländlichen Bevölkerung und Landwirte vertreten. Daher sei es für sie ein wichtiger nächster Schritt, dass die Freien Wähler in den Bundestag einziehen. Sie sprach sich deutlich für Helmut Muhr aus und unterstrich: „Als jemand, der aus der Landwirtschaft stammt, ist er die ideale Besetzung für den Bundestag.“

MdL Tobias Beck informierte aus dem Parlament über die Debatten zu den Dringlichkeitsanträgen zum Thema „Aschaffenburg-Asyl“. Diese seien von gegenseitigen Schuldzuweisungen geprägt gewesen, was jedoch nicht zur Lösung des Problems beitrage. Die Freien Wähler fordern seit Jahren eine Beschleunigung der Asylverfahren sowie die konsequente Abschiebung abgelehnter Asylbewerber.

Im Anschluss fand ein reger Austausch im Rahmen eines „runden Tisches“ statt, bei dem zahlreiche Landwirte und Bürger die Gelegenheit nutzten, Fragen an die anwesenden Politiker zu richten.