04.05.2020
Freie Wähler wurden bei der konstituierenden Sitzung des Landkreises ausgegrenzt

Die zweitgrößte Fraktion im Landkreis Straubing-Bogen wurde bei den Landratsstellvertretern nicht berücksichtigt.

Nachdem die Freien Wähler bei der konstituierenden Sitzung für die bisherige erste Stellvertreterin, Barbara Unger (CSU), gestimmt haben, hat man Tobias Beck als weiteren Stellvertreter nicht gewählt und ausgegrenzt. Stattdessen wurden weitere Stellvertreterinnen und ein Stellvertreter von der ÖDP, CSU und der SPD gewählt. Eine ausgemachte Sache schon im Vorfeld und damit eine Landräteinflation (Landrat plus vier Stellvertreter). Warum jetzt vier Stellvertreter ist das Ergebnis der Zugeständnisse an die ÖDP und der SPD.

Die Freien Wähler waren auch gegen eine Erhöhung der Aufwandentschädigung für Kreisräte (+14,3 %) um in diesen Zeiten ein Zeichen zu setzen. Der Antrag wurde mehrheitlich abgelehnt. Die FW-Fraktion votierte für vier Kreistagsmitglieder (bis 2015 waren es drei Sitze) um einen Fraktionsstatus zu erreichen. Das wurde ebenfalls mit Mehrheit abgelehnt und somit haben CSU/ÖDP/Bündnis 90-die Grünen, eine Fraktionsbildung der AfD zugelassen.

Als Sportbeauftragten hatten die Freien Wähler Bernhard Krempl nominiert. Hier waren im Vorfeld die Posten bereits vergeben und die Freien Wähler gingen leer aus. Der Sportbeauftragte ging an die FDP.

Zusammenfassend kann man feststellen, dass der Wählerwille konsequent ignoriert wurde. Was in der Landesregierung gut funktioniert, scheint im Landkreis Straubing-Bogen nicht erwünscht zu sein! Die Freien Wähler werden auch in den kommenden sechs Jahren konstruktiv und aktiv im Kreistag mitarbeiten, Anträge einbringen und Visionen entwickeln.