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10.02.2025
Mittendrin statt nur dabei – Helmut Muhr taucht in verschiedene Berufe ein "Mitarbeiten, zuhören und verstehen"
Wahlkampf mal anders! Politiker sollten wissen, worüber sie sprechen und entscheiden – davon ist Bundestagskandidat Helmut Muhr überzeugt. Daher absolvierte er Hospitationen in unterschiedlichen Branchen und arbeitete aktiv in verschiedenen Betrieben mit, um direkte Einblicke in die Herausforderungen des Arbeitsalltags zu gewinnen.
Einblick in die Gastro- und Hotellerie-Branche
Im Hotel Gut Schmelmerhof in Rettenbach durchlief Muhr verschiedene Stationen: von der Rezeption über den Ausschank und den Service bis hin zum Housekeeping, wo er beim Reinigen und Bettenbeziehen mitwirkte. Sein Fazit: „Diese Berufe sind sehr fordernd, und von den Kunden wird nahezu immer Perfektion erwartet. Das verdient höchste Wertschätzung und Anerkennung.“
Im Gespräch mit Hotelinhaber Markus Schmelmer wurde deutlich, dass politisch in den letzten Jahrzehnten vieles vernachlässigt wurde. Schmelmer fordert unter anderem eine Anpassung der Mehrwertsteuer sowie eine wöchentliche statt tägliche Höchstarbeitszeit, um betriebliche Abläufe praktikabler zu gestalten.
Muhr pflichtet ihm bei: „Die Politik muss Anreize für Arbeitnehmer schaffen. Flexible Arbeitszeiten und steuerfreie Auszahlungen von Überstunden sind essenziell, um Leistungsträger nicht zu verprellen, sondern Mehrarbeit zu belohnen und zu fördern.“
Nachtschicht in der Landbäckerei
In der Landbäckerei Schönhofer in Bischofsmais arbeitete Muhr ab 1:00 Uhr in der Backstube mit. Dort erhielt er einen intensiven Einblick in das traditionelle Handwerk: „Die Arbeit ist körperlich anstrengend, erfordert höchste handwerkliche Fähigkeiten und verdient mehr Wertschätzung auf vielen Ebenen.“
Bäckermeister Robert Schönhofer machte auf die größten Herausforderungen der Branche aufmerksam: steigende Energiekosten, Fachkräftemangel und wachsende Bürokratie. Muhr sieht hier den Bund in der Pflicht: „Wir brauchen bezahlbare Energiepreise für das Handwerk und die Industrie, eine attraktivere Gestaltung der Branche sowie pragmatische statt immer aufwendigere Bürokratieauflagen.“
Schönhofer pflichtet ihm bei: „Wenn ich als Bäckermeister 70 % meiner Arbeitszeit mit Papierkram und Dokumentationen verbringe, hilft das niemandem weiter.“
Arbeitstag in einer sozialen Einrichtung
Eine weitere Hospitation führte Muhr in die KJF Werkstätte Mitterfels, wo er einen ganzen Tag in der betriebseigenen Wäscherei arbeitete. Diese Erfahrung war ihm eine Herzensangelegenheit. Sein Ziel: die Teilhabe von Menschen mit Behinderung weiter zu optimieren und Verbesserungen herbeizuführen.
Muhr fordert, dass Unternehmen verstärkt Aufträge an solche Einrichtungen vergeben: „Die Menschen dort wollen gesehen, gehört und wertgeschätzt werden.“
Mit diesen praxisnahen Einblicken will Muhr seine politische Arbeit weiter vorantreiben und konkrete Lösungen für die Herausforderungen verschiedener Branchen entwickeln.