Aktuelles
Die Fraktion der Freien Wähler diskutierte in einer weiteren Videositzung im Rahmen der Haushaltsvorberatungen 2022 die Situation nach Erstellung des ÖPNV-Rahmenplanes. Nachdem die Freien-Wähler bereits seit vier Haushaltsjahren jeweils zusätzliche Mittel für diesen Plan eingefordert haben, sehen die Fraktionsmitglieder nun endlich eine Basis für die Erarbeitung von Konzepten, die notwendig sind um überhaupt die Förderanträge für den ÖPNV bei der Regierung von Niederbayern stellen zu können. Bis zu diesem Zeitpunkt dürfte aber noch ein weiter Weg sein, der aber unverzüglich beschritten werden muss. Voraussetzung hierbei ist allerdings, dass weiterhin zusätzliche Mittel in den Haushalt eingestellt werden müssen, die die Fraktion im vorgelegten Haushalt vermisst. Die Freien Wähler werden deshalb dahingehend einen Antrag stellen. Nach Meinung der Fraktion sind aber nicht nur finanzielle Mittel erforderlich die eine externe Begleitung sicherstellen, sondern es ist auch im Landratsamt hausintern die entsprechende Personalstärke zur Verfügung zu stellen, um eine zielführende Arbeit im Hause zu ermöglichen.
Als Schwerpunkte sahen die Fraktionsmitglieder hierbei drei Themenfelder.
Zunächst ist festzustellen, dass die Einbindung des Landkreises in den Überregionalen Verkehrsverbund mehr als mangelhaft ist. Der Landkreis Straubing-Bogen verfügt derzeit weder über Verbundpartnerschaften in den Verkehrsverbund Bayerischer Wald noch in den RVV-Regensburg. Auch die Anbindungen nach Dingolfing und Cham sind mehr als mangelhaft und wenn vorhanden nur auf eingegrenzter kommunaler Ebene. Hier sind unverzüglich Verhandlungen aufzunehmen und zusätzliche Möglichkeiten auszuloten. Weiterhin sind dabei die überregionalen Verkehrsanbindung der Bahn zu integrieren.
Als zweiten Schwerpunkt sehen die Fraktionsmitglieder den Ziel- und Quellverkehr
Hier ist insbesondere bei den Anforderungen an die Schülerbeförderung mit ihren Standorten und an die besonderen Bedürfnisse der Kommunen mit ihren Dienstleistern (Krankenhäuser - Einkaufsmöglichkeiten u.a.), sowie der Industrie- und Gewerbestandorte mit Arbeitnehmern und Auszubildenden zu denken. Hierbei ist klar festzustellen, dass diese Erfordernisse aufeinander abgestimmt werden müssen. Auch wurde klar zum Ausdruck gebracht, dass entsprechende neue Konzepte auch mit den unerlässlichen Werbemaßnahmen frühzeitig begleitet werden.
Der Einbindung der Kommunen und aller Entscheidungsträger hierbei besondere Bedeutung zukommen lassen!
Als dritten Schwerpunkt bearbeiteten die Fraktionsmitglieder den Individualverkehr.
Dieses Themenfeld stellt die größten Herausforderungen dar und dürfte aber auch der wichtigste Ansatzpunkt sein um im ländlichen Raum überhaupt den Zukunftsanforderungen des ÖPNV gerecht zu werden. Hier zeigen Musterlandkreise von Hof bis Freyung bereits heute auf, dass wohl die einzige Chance in der Einrichtung von Anrufsammeltaxis besteht. Hierbei kann individuell auf die Anforderungen der Benutzer eingegangen werden und der starre Linienverkehr wird massiv ergänzt.Für den Nutzer besteht die Möglichkeit über Telefon oder App seine Fahrt zu buchen und eine Zentrale Anlaufstelle koordiniert und ergänzt die Fahrtruten. Hierdurch erübrigen sich Leerfahrten und die persönlichen Bedürfnisse können optimal berücksichtigt werden.
Die Fraktion der Freien Wähler wird mit Nachdruck bei den Haushaltsberatungen diese Themen einfordern und mit ihren Bürgermeistern und kommunalen Mandatsträgern mit ganzer Kraft unterstützen. Hierzu werden gesonderte Arbeitssitzungen geplant um die Akzeptanz der Maßnahmen vor Ort zu begleiten und Erfordernisse in die Gesamtkonzepte mit aufnehmen zu können.