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Mit dem bayerischen Wirtschaftsminister und stellvertretenden Ministerpräsidenten folgte am Montagvormittag ein hoher Gast der von der Gemeinde Wiesenfelden ausgesprochenen Einladung zu einem Wirtschaftsfrühstück in das Vereinsheim in Saulburg.
Während die ebenfalls von der Gemeinde zu diesem Termin geladenen Inhaber von Gewerbe- und Handwerksbetrieben, Selbstständige und Landwirte bis zum Eintreffen des Wirtschaftsministers gemeinsam mit den Landtagsabgeordneten Josef Zellmeier und Tobias Beck, Bezirksrat Ludwig Waas, Landrat Josef Laumer, dem Wirtschaftsreferenten Martin Köck, Bürgermeister Andreas Urban sowie weiteren Kreis- und Gemeinderäten und den übrigen Anwesenden sich bis zum offiziellen Beginn die Weißwürste vom örtlichen Metzgereibetrieb Zankl schmecken lassen konnten, entwickelten sich an den Tischen bereits interessante Unterhaltungen.
Passend zum Thema der Veranstaltung führte Bürgermeister Urban mit einer Wasserwaage in der Hand Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger in den Versammlungsraum, wo er mit Applaus empfangen wurde. Nach einer kurzen Einführung von Bürgermeister Urban über Sinn und Zweck dieses Wirtschaftsgespräches zeigte Landrat Josef Laumer die Initiativen und Anstrengungen des Landkreises zur Unterstützung von Handel, Gewerbe und Handwerk auf. Bei den Firmenbesuchen seien die direkten Kontakte von großem Vorteil, und ein großes Anliegen sei ihm auch die Ausbildung in den Betrieben. Weiter bedauerte der Landrat seinen oft durch bestehende Gesetze beschränkten Ermessensspielraum bei schwierigen Entscheidungen.
Die ganze Aufmerksamkeit richtete sich in der Folge auf die mit Spannung erwarteten Aussagen von Wirtschaftsminister Aiwanger, dem der wohlige Wärme spendende Holzofen im Saal gleich das Stichwort für das Thema Nutzung von Holzenergie lieferte. Dabei streifte er auch den massiven Stromausfall in Berlin und dessen Folgen für die Bevölkerung. Es müsse aufhören, für den Einsatz von Holzenergie die Latte immer höher zu legen.
Ein wichtiges Thema war für Hubert Aiwanger die Windenergie mit den dazu gesteckten Zielen in den Planungen, die auch die Gemeinde Wiesenfelden stark berühren. Dabei bekannte er sich klar zur Windenergie und zeigte Möglichkeiten zum Ausgleich für die Standorte von Windrädern auf.
Angesprochen wurde auch die Problematik bei der Entnahme von Bibern, da die bereits bestehenden Entnahmemöglichkeiten noch nicht in allen unteren Entscheidungsebenen angewandt würden. Gelächter lösten seine Anmerkungen zur Haselmaus aus, die zahlreiche Projekte schon verhindert oder erschwert habe. Angeblich sei die Haselmaus, so Aiwanger, vom Aussterben bedroht, dennoch scheine sie weit verbreitet zu sein, da ihr Schutz bei so vielen Projekten herangezogen werde.
Mit großem Interesse verfolgten die Anwesenden seine Aussagen zur Erbschaftsteuer und den schlimmen Auswirkungen bei Betriebsübergaben. Der in diese Debatte eingebrachte Vorschlag, zur Minderung der Erbschaftsteuer eine Staatsbeteiligung an Betrieben einzuführen, wurde von Aiwanger als unmöglich zurückgewiesen.
Bei der anschließenden Diskussion hielten die Anwesenden mit ihren Anliegen nicht zurück. Es wurden Fragen zur Zukunft der Solarenergie, zum Thema Bauen im Außenbereich, zu den eingeschränkten Baumöglichkeiten bei unter Denkmalschutz stehenden Gebäuden sowie zu weiteren Themenfeldern gestellt.
Dankesworte für seinen Besuch in Saulburg erntete Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger am Ende von Bürgermeister Andreas Urban, der ihm als Präsent das Wiesenfeldener Heimatbuch überreichte. Den eigentlichen Abschluss bildete eine Betriebsbesichtigung mit Erläuterungen durch Martina Kögl-Wiethaler bei der am Ortsrand von Saulburg entstandenen Ökokiste Donauwald.