Grundsteinlegung: Pfeffer Christian KU Niederwinkling, Duschl Gerhard dkCleanEnergy, Staatsminister Aiwanger, Ludwig Waas Bürgermeister, Robert Wagner WB-Bau (vonlinks).(©Gemeinde Niederwinkling)

08.02.2023
Hoher Besuch auf Baustelle in Niederwinkling

Der stellvertretende Bayerische Ministerpräsident und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger besuchte am Mittwochnachmittag die Baustelle der Fa. dkCleanEnergy im Industrie- und Gewerbegebiet Schaidweg in Niederwinkling und informierte sich beim Bauherrn Gerhard Duschl über das 13 Millionen Euro Projekt.

Im Erweiterungsgebiet des Industrie- und Gewerbegebietes entsteht auf einer Fläche von rund 6 000 Quadratmeter ein Biomasse-Dampfheizkraftwerk, das mit Hackschnitzel aber auch mit Waldreststoffen wie Äste und Baumgipfel betrieben wird. 2,0 MW elektrische und 5,2 MW thermische Leistung wird hier nach Fertigstellung erzeugt werden können. Nach aktuellem Bauzeitenplan wird die Anlage im Frühjahr 2024 in Betrieb gehen. Positiv für diesen Standort war die Errichtung eines neuen Elektroschalthauses von Bayernwerk auf dem benachbarten Grundstück.

Vonseiten der Gemeinde beziehungsweise dem Kommunalunternehmen Niederwinkling wird das Nahwärmenetz gebaut. Hier wird gerade die Machbarkeitsstudie erstellt. Vorgesehen ist die Wärmeversorgung von Wohnhäusern, aber auch Industrie- und Gewerbebetrieben. Um dieses Projekt finanziell stemmen zu können, war die Förderung durch das Bayerische Wirtschaftsministerium im Rahmen des Bayerischen Energieforschungsprogramms in Höhe von rund sechs Millionen Euro ein entscheidendes Fundament.

Beim Rundgang durch die Baustelle wurden betriebs- und fachdetaillierte Punkte auch mit Robert Wagner, Geschäftsführer der bauausführenden Firma WB-Bau aus Bogen, besprochen und ausgetauscht. Die Gemeinde wird in Zusammenarbeit mit dem Kommunalunternehmen im Falle einer dahingehend positiven Machbarkeitsstudie die Nahwärmeleitung zusammen mit dem Glasfaserausbau durchführen. Nach derzeitigem Stand geht man hier von einem Investitionsvolumen von rund zehn Millionen Euro aus. Abschließend fand vor den installierten Betonwänden des Hackschnitzelbunkers die Grundsteinlegung statt.


Straubinger Tagblatt vom 10.02.2022 / ta