Die Spitzen der Freien Wähler im Landkreis zusammen mit Staatsminister Glauber in der ersten Reihe beim Sommerempfang. (©Freie Wähler Straubing-Bogen/Johann Groß)

02.07.2023
Freie Wähler setzen auf Politik in der Mitte

Mit dem Bayerischen Staatsminister für Umwelt- und Verbraucherschutz, Thorsten Glauber, hatten die Freien Wähler des Landkreises und der Gemeinde Kirchroth bei  ihrem Sommerempfang einen Spitzenpolitiker aus Bayern zu Gast, der in seiner Rede aktuelle Themen aufgriff und sich vom Erfolg der Freien Wähler bei der Bezirks- und Landtagswahl überzeugt zeigte.


Weißblauer Himmel und zünftige Klänge von Hansi Feldmann gaben den passenden Rahmen am späten Sonntagnachmittag für den Sommerempfang der Freien Wähler im Landkreis in Zusammenarbeit mit dem Ortsverband Kirchroth im Mehrzweckraum am Ortsplatz. Gut gefüllt waren die Plätze, als Ortsvorsitzender und Gemeinderat Martin Schuster diesen Sommerempfang eröffnete. Im folgte als Hausherr Bürgermeister und Kreisvorsitzender der Freien Wähler, Matthias Fischer, am Rednerpult nach.
Neben der Freude über den hohen Gast strahlte er auch Zuversicht im Hinblick auf die Chancen der aufgebotenen Kandidaten für den Bezirkstag und Landtag aus.
Ähnlich wie die Vertreter der Stadt bei der Volksfesteröffnung nutzte auch Bürgermeister Fischer die Gelegenheit, um den anwesenden Staatsminister um Unterstützung
in zwei für die weitere Entwicklung der Gemeinde wichtigen Anliegen um Unterstützung zu bitten. Dazu gehörte die Ablehnung der Regierung von Niederbayern mit der Ausweisung von zusätzlichen Flächen im Industriegebiet. 

Dann durften der Direktkandidat für den Landtag Tobias Beck, die Listenkandidatin für den Bezirkstag, Dr. Daniela Maurer-Solcher und der Direktkandidat für den  Bezirkstag, Bezirksrat Ludwig Waas, ihre Vorstellungen den Anwesenden präsentieren. Von Waas hörten die Anwesenden auch ein klares Bekenntnis zur Ansiedlung von BMW im Bereich Straßkirchen-Irlbach. Bei dem  Bürgerentscheid zu diesem Vorhaben geht es nach seinen Worten nicht nur um die Betroffenheit von zwei Gemeinden, sondern um die Chancen einer ganzen Region. Mit einem Rückblick auf die erfolgreichen Koalitionsverhandlungen zwischen den Freien Wählern und der CSU begann Staatsminister Glauber seine Rede. Schon jetzt ließen die Umfragen erkennen, dass die Freien Wähler mit ihrer guten Basis in der Kommunalpolitik bei der Landtagswahl gute Chancen haben. Er brach eine Lanze für die Vorteile einer wohnortnahen Krankenhausversorgung. Der jetzige Bundesgesundheitsminister und einstmals allgegenwärtige Stargast in Talkshows wisse nicht mehr, was er tun solle, weil seine Aussagen meistens nur eine Halbwertzeit von einem halben Tag hätten. Bei der
Mobilität sieht Glauber den Verbrennermotor als Auslaufmodell und gab ein klares Bekenntnis zur Elektromobilität. Deshalb gelte es, alles zu unternehmen, um die von
BMW in dem neuen Werk beabsichtigte Batteriefertigung in unserem Land zu halten. Als Luxusdebatte bezeichnete der Minister die wieder aufkommende Thematisierung einer Vier-Tage- Woche, weil damit nur die Schwächung der heimischen Industrie in unserem Land weiter voranschreitet. Beim Ausbau der alternativen Energien befürwortet Minister Glauber die verstärkte Nutzung von Dachflächen für Photovoltaikanlagen. Die Freien Wähler wollten weiter „Politik von unten nach oben“ machen. Das sei der Garant für den Erfolg der FW. Als Paradebeispiel nannte er dazu den neu gegründeten Abwasserzweckverband und auch seine eigenen Erfahrungen als aktiver
Gemeinderat in seiner Heimat.