Aktuelles
Die Kreistagsfraktion der Freien Wähler traf sich im Jugendtagungshaus in Geiselhöring zu einer Fraktionssitzung.
Beratungspunkt war der anstehende Neubau eines Bettenhauses und die Sanierung des bestehenden Jugendtagungshauses. Robert Dollmann, Vorsitzender des Kreisjugendrings Straubing-Bogen, erläuterte die Maßnahmen und begründete die Notwendigkeit dieses Projekts. Neben dem Neubau eines Bettenhauses mit 32 Betten, der mit dem bestehenden Haus verbunden wird, sind die bisherigen Zimmer nicht mehr Zeitgemäß und abgewohnt, die Gruppenleiterzimmer nicht mehr den Bedürfnissen angemessen, die energetische Sanierung dringend notwendig, sowie Fußböden und Verschönerungsmaßnahmen sind durchzuführen. Das Jugendtagungshaus ist bei den jugendlichen Gästen bisher sehr beliebt und könnte durch diese Maßnahmen erheblich an Attraktivität gewinnen, so Dollmann. Im Anschluss besichtigten die Freie Wähler Kreisräte das Haus unter der Führung von Robert Dollmann und Kreisjugendpfleger Richard Maier.
Es war bei den Räten immer wieder ein Kopfschütteln zu sehen. Man war sich einig, das Haus entspricht nicht mehr den heutigen Standards und hier muss dringend etwas geschehen. Im Anschluss der Besichtigung stellte Richard Maier die Überlegungen und den Grundriss für den Anbau des Bettenhauses vor. Als Vorteil ist zu sehen, dass das gesamte Gebäude mit Bestand und Neubau, inkl. aller Abstandflächen, auf einem Grund liegen, die bestehenden Gebäude bleiben weitestgehend erhalten, alle Räume sind barrierefrei erreichbar, und die Attraktivität wird erheblich gesteigert. Das Gelände ist für einen Anbau geeignet und der Standort hat sich bisher sehr bewährt. Der geplante Anbau ist nach Meinung der Freien Wähler funktionell gestaltet und beinhaltet keine unnötigen Planungen. Im Neubau entstehen 32 Betten mit 14 Zimmern (EG und OG) und den dazugehörigen Nasszellen. Im bisherigen Haus wird etwas umgebaut und es entsteht mehr Platz für Gruppen -und Funktionsräume. Insgesamt kann man die Bettenzahl auf 40 erhöhen. Die Kosten belaufen sich nach ersten Schätzungen auf ca. 4-4,5 Millionen Euro. Zieht man die zu erwartenden Zuschüsse ab, müsste der Landkreis rund 2,5 Millionen Euro einplanen. Die FW Kreisräte waren sich ausnahmslos einig, hier muss umgehend etwas gemacht werden. Sie fordern, die Planung für den Neubau soll so schnell als möglich beauftragt werden, inklusiv der Sanierung des bestehenden Hauses. Durch die Prüfung eines Alternativstandortes hat man jetzt zwei Jahre verloren in dem die Planung auf Eis gelegt und nicht mehr verfolgt wurde. Die Kosten sind seit dieser Zeit nicht unerheblich gestiegen. Der Brandschutz, die Statik und der Arbeitsschutz sind im Zuge der Planung auch für den Altbau zu prüfen. Eine Holzbauweise für den Neubau soll ebenfalls der konventionellen Bauweise gegenübergestellt werden. Die Forderung der FW Kreisräte bestand auch darin, umgehend mit den Planungen zu beginnen. Die Kosten für die Planungen sind im Haushalt 2022 einzustellen. Baubeginn soll 2023 sein.