Aktuelles
Landwirtschaft Forschung im Einklang
Die Freien Wähler des Landkreises Straubing Bogen
nutzten die Anwesenheit von stellvertretenden Ministerpräsidenten und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger bei der Einweihung der Demonstrationsanlage der LXP-Group in Aholfing, um auf die Bedeutung der Zusammenarbeit von Landwirtschaft und Forschung hinzuweisen. Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger zeigte sich besonders erfreut, dass mit der Eröffnung der Anlage der Schritt von den Laborräumen des Biocubators Straubing Sand in den Echtbetrieb einer LX-Demontrationsanlage im Industriemaßstab der Startschuss für hoffentlich weitere positive, erfolgreiche Projekte gegeben werden konnte. Die Anlage setzt Maßstäbe für Forschung und Landwirtschaft, da erstmals aus pflanzlichen Reststoffen im Tonnenmaßstab Cellulose und Lignin produziert wird.
Dies könnte Teil der Energiewende werden, da damit das Ziel chemische Produkte “CO2-Neutral“ herzustellen in greifbare Nähe rückt.
Gerhard Stadler, Präsident des BB-Niederbayern und Kreisrat, brachte beim Wirtschaftsminister in Erinnerung, dass der Betrieb von Biogasanlagen, die für die Anlage das Basismaterial liefern, derzeit durch das Auslaufen der EEG-Verträge für die Stromabnahme Probleme bestehen.
Da Biogasanlagen als grundlastfähige Stromerzeuger für die Umrüstung auf erneuerbare Energie unverzichtbar sind, muss für diesen Bereich eine Anschlussfinanzierung aus dem EEG sichergestellt werden.
Die Kreisräte Tobias Beck, Ludwig Waas und Hubert Ammer zeigten sich besonders über die aufgezeigten Möglichkeiten erfreut, dass von der Firma LXP Group daran geforscht wird pflanzliche Reststoffe aus dem Forstbereich, dem Kommunalbereich (Grünschnitt, Laub) und landwirtschaftlichen Rohstoffbereich in der Anlage zu verwenden.
Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger war sich mit den Gesprächsteilnehmern und dem Betreiber der Biogasanlage Johann Busl einig, dass sich die Anlage für ein beispielgebendes Projekt der Zusammenarbeit zwischen Forschung und Landwirtschaft entwickeln kann. Es dient zusätzlich der regionalen Wertschöpfung und zeigt bisher nicht bekannte Wege der Nutzung nachwachsender Rohstoffe auf.