Der Bezirksvorsirzende der Freien Wähler, Ludwig Waas (l.), zusammen mit MdL Tobias Beck, dem FW-Ortsvorsitzenden Martin Schuster sowie dem Vorsitzenden der Kreisvereinigung der Freien Wähler und Kirchroths Bürgermeister Matthias Fischer (Foto: Johann Gross)
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14.02.2024
Aschermittwoch • Fischessen in Kirchroth

Beim mittlerweile größten politischen Aschermittwoch im Landkreis gab es keine besonderen Sprüche und harte Angriffe des politischen Gegners. Vielmehr wollte man Wege aufzeigen, wie mit der Einbindung des Bürgers das Land wieder auf Kurs gebracht werden kann.Voll besetzt war der Mehrzweckraum am Ortsplatz in Kirchroth, als nach der musikalischen Einstimmung durch die Bläserklasse Kirchroth und einem Bratheringessen der Vorsitzende des Freie Wähler Ortsverbandes, Gemeinderat Martin Schuster, die Veranstaltung eröffnete. Erstmals dabei war Tobias Beck als erster Landtagsabgeordneter der Freien Wähler. Nach der Eröffnung gratulierte Schuster mit einem Geburtstagsständchen Bürgermeister Andreas Urban.

Als erster Redner durfte als Hausherr Bürgermeister Matthias Fischer, auch in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Kreisvereinigung der Freien Wähler, an das Rednerpult. Dabei legte er Wert darauf, dass bereits nach vier Jahren, in denen ein Bürgermeister der Freien Wähler das Sagen hat, dessen Handschrift sehr deutlich und zum Wohle der Gemeinde erkennbar ist. Die zahlreichen Wohnbaugebiete in den verschiedensten Gemeindeteilen und das rasch verwirklichte Industriegebiet, die Autobahnausfahrt Kirchroth war bisher zwischen Regensburg und Deggendorf die einzige Ausfahrt ohne Gewerbeansiedlung, stechen hier hervor.

Besondere Verwurzelung bei den Bürgern

Die Freude über seinen ersten Auftritt als Landtagsabgeordneter bei dieser Veranstaltung war Tobias Beck anzumerken aber er fand schnell zum aktuellen Tagesgeschäft und stellte die besondere Verwurzelung der Freien Wähler beim Bürger heraus. Er erklärte die Ablehnung des AfD-Kandidaten bei der Wahl zum Landtagsvizepräsident und die Zurückhaltung bei den derzeit großen Demonstrationen.Mittlerweile laufe es deutlich erkennbar in der Wirtschaft nicht mehr so gut und deshalb sollte man neue Möglichkeit für Betriebe eröffnen, wie es Minister Fabian Mehring beim Wirtschaftsforum in Davos mit den ersten Kontakten versucht. Dabei spiele die KI eine wichtige Rolle in der Zukunft. Beck hob das außergewöhnliche Engagement von Hubert Aiwanger bei Verwirklichung nachhaltiger Energie zur Versorgung des Chemiestandortes in Burghausen hervor. Bei der sich abzeichnenden Krise in der Bauwirtschaft müsse der Staat mit Investitionen unterstützen.Nicht ganz gelungen sieht Beck den Einsatz von Minister Füracker für mehr Faxgeräte, weil diese Technik aus der Zeit ist. Die Fraktion der Freien Wähler im Landtag habe mittlerweile ihren Arbeitsstil gefunden. Im Mai werde er erstmals eine Landtagsfahrt für Bürger aus seiner Heimat anbieten.„Die Freien Wähler haben sich erkennbar gewandelt“, sagte Bezirksvorsitzender Ludwig Waas und stellte klar, dass sich nicht die enge Verbindung zu den Bürgern und Kommunen verändert hat, sondern die Bedeutung der Freie Wähler, die vermehrt Zulauf von jungen Menschen erhalten würden. Die Politik brauche große Anstrengungen, um das in nur zweieinhalb Jahren von der Ampelregierung zerstörte Vertrauen bei den Bürgern zurückzugewinnen.Ein besonderes Anliegen ist Ludwig Waas die im Raum stehende massive Erhöhung der Kreisumlage und der dadurch bedingte Geldabfluss bei finanzschwachen Gemeinden im Landkreis. Mit der Terminvorschau, auch für Europawahl und dem Bayernlied sowie der Verteilung von Rosen an die Frauen zum Valentinstag endete die Veranstaltung.