Nach dem Bieranstich durch stellv. Ministerpräsident Hubert Aiwanger (4.v.r.) ließen sich die Freien Wähler das Festbier schmecken. (Bildrechte: Bernhard Krempl)

28.02.2020
FCW Bogen - 1. Starkbierfest mit Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger

Einen aus allen Nähten platzenden Saal im Sportheim in Bogen konnte der Bogener Bürgermeisterkandidat Helmut Muhr die Besucher zum 1. Starkbierfest der Freien Christlichen Wählergemeinschaft begrüßen.

Grund war auch dass Wirtschaftsminister und FW Landesvorsitzender Hubert Aiwanger nach Bogen gekommen ist. Der Minister meinte Eingangs zu seiner Rede, dass es so sein soll, dass Menschen die miteinander reden und sich treffen einen Beitrag leisten, unsere Gesellschaftsform aufrecht zu erhalten und dass muss wieder mehr in den Vordergrund gestellt werden. Unsere Gesellschaftsform hängt auch vom Ehrenamt und von den Vereinen ab. Er dankte allen die hier tätig sind und einen großen Beitrag leisten zu einem Miteinander und gegenseitiger Hilfe. Der Ausspruch, „Meine Oma ist eine Alte Umweltsau!“ ist völlig daneben und weit unter der Gürtellinie. Statt dass wir unseren älteren Bürgerinnen und Bürger für ihre Leistung in den Jahrzehnten nach dem Krieg dankbar sind, stellen solche Leute sie völlig unberechtigt an den Pranger. Diese Generation hat unser Land durch harte Arbeit aufgebaut und der Umwelt am wenigsten geschadet, sagte Aiwanger mit mahnender Stimme.

Das gleiche gilt auch für die Landwirte. Wir stehen zu den Bauern und wir sollten uns hüten immer mehr Lebensmittel billig aus dem Ausland zu importieren. Unsere Landwirte erzeugen Qualität und gesunde Lebensmittel, nur dürfen sie nicht immer mehr mit Vorschriften und Einschränkungen bedacht werden, damit sich die Haltung von Tieren und der Anbau nicht mehr rechnet. Gerade jetzt mit Chorona-Zeiten zeigt sich wie wichtig eine Produktion im eigenen Lande ist. Das gilt auch für Medikamente. Wenn China sagt, ihr bekommt kein Penizillin mehr, weil wir es selber brauchen, schaut es in Deutschland sehr schlecht aus mit der Versorgung. Eine große Gefahr!

Eingehend auf das Handwerk meinte der Minister, das Handwerk ist ein wichtiger Erfolgsgarant für unsere Wirtschaft. Handwerker haben eine große Zukunft. Wir haben in einigen Berufen die Meisterpflicht wieder eingeführt um zu zeigen, dass hier Qualität erzeugt wird.

Über den Lehrermangel zeigte Aiwanger eine kurzfristige Lösung auf und sagte, dass diese Lösung ein überschaubares Szenario ist um im Herbst nicht sagen zu müssen, wir haben keine Lehrer. Wir müssen hier vorausschauender planen und da hat der Kultusminister Piazolo bereits Maßnahmen ergriffen. Er freue sich auch, dass er der Region Straubing 40 Millionen Euro Finanzspritze zur Verfügung stellen konnte um eine Mehrzweckanlage für die Produktion biobasierter Chemikalien bauen und ausstatten zu können. Hier investiert die Bayerische Regierung in die Zukunft, betonte Minister Aiwanger.

Zum Klimawandel sagte der Redner, hier müssen wir anpacken und nicht nur reden. Wasserstoff wird sicher eine Energieeffiziente und emissionsarme Zukunftstechnologie sein. Darum haben wir unter anderem im Herbst in Nürnberg ein Wasserstoff Zentrum gegründet und das soll die Triebfeder für Wasserstoffanwendungen von der Forschung bis zur Markteinführung werden.

Weitere Themen waren die PV-Speicher, Innere Sicherheit, Krankenhäuser auf dem Lande, Quote für Landärzte, Glasfaserausbau, Mobilfunk, Flächenverbrauch, Erbschaftsteuer und die Lachnummer Kassenbon Pflicht. Zum Abschluss sagte Hubert Aiwanger, Wohlstand ist im Grundgesetz nicht verankert, er muss ständig neu erarbeitet werden und für all das steht die bürgerliche Mitte, die Freien Wähler. In der Politik muss der gesunde Menschenverstand  wieder in den Vordergrund gestellt werden, damit unser schönes Land Lebenswert bleibt.

Aiwanger lobte besonders den großen Sachverstand und die gute Arbeit der Freien Wähler im Landkreis Straubing-Bogen mit dem unermüdlichen „Motor“ und FW Kreisvorsitzenden Ludwig Waas.

Bürgermeisterkandidat Helmut Muhr dankte Minister Aiwanger und meinte, der Hubert ist für alle Bürger da, ist sehr Volksnah und kümmert sich, neben der „großen Politik“, auch um die Sorgen der Bürger vor Ort und um die der Kommunalpolitiker. Muhr sagte, dass das Starkbierfest der FCW in der Zukunft zur festen Einrichtung werden soll.

Freie Wähler Kreisvorsitzender Ludwig Waas gab noch einen Einblick in die Kreistagsarbeit und erläuterte das Programm der Freien Wähler zur Kommunalwahl.

Landratskandidat Tobias Beck stellte sich ebenfalls vor und sprach über das Wahlprogramm der Freien Wähler. Hubert Aiwanger dirigierte noch die Musikkapelle und bekam einen Rauten Regenschirm aus Bogen und ein „Korona-Desinfektionsmittel“ (Flasche hochprozentigen) damit er so für Bayern weiterarbeiten kann.